Die Malerei in Frankreich

Vom Impressionismus bis zum Kubismus

Seit Jahrhunderten verzaubert den Menschen die Malerei – ob in der Auseinandersetzung mit der Natur oder mit Gott, oder aber mit dem Sehen selbst und seiner Materialität – die Malerei hat etwas Zeitloses, das Generationen fortwährend in ihren Bann zieht. In der Neuzeit nehmen dabei viele französische Maler eine gesonderte Stellung ein. Die technische Raffinesse und die experimentelle Ader ihrer Beschäftigung mit der Ästhetik des Malens, machen die französische Malerei und insbesondere Paris als Ort der Zusammenkunft und Inspiration zu einem tonangebenden Elemente innerhalb der europäischen Kunst. Im Folgenden sollen einige der einflussreichsten Künstler vorgestellt werden, für deren Werke Frankreich als Quelle der ästhetischen Entwicklung eine zentrale Rolle spielte.

Renoir und der französische Impressionismus

Bei Pierre-Auguste Renoir, der 1841 als Sohn eines Schneiders und einer Zuschneiderin im französischen Limoges in der Provinz Limousin geboren wurde, stellte sich bereits mit 15 Jahren eine Neigung zur Malerei ein. Er studierte unter dem Schweizer Maler Charles Gleyre, orientierte sich künstlerisch jedoch schon früh vor allem an Gustave Courbet. Im Laufe seines Lebens sind es immer wieder Szenen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in und um Paris und detailreiche Porträts, insbesondere im Freien, die Renoir faszinieren. Beispielhaft ist das Gemälde Bal du moulin de la Galette, das tanzende Menschen in dem Dorf Montmatre zeigt.

Es sind die Dynamik und die Lebensfülle, mit denen er seine Gemälde versieht, die ihn zeitlebens zu einem bedeutenden Vertreter des Impressionismus machen.

Van Gogh auf den Spuren des Pariser Impressionismus

Auch der niederländische Maler, Vincent Van Gogh, suchte die Nähe der Pariser Kunstszene. Nach seiner bekannten Holländischen Periode, die das einfache Leben der Arbeiterschicht zeigt und die Suche nach Authentizität verkörpert, widmet sich Van Gogh hingegen vermehrt impressionistischer Stile. Seine Werke Gemüsegärten auf dem Montmartre oder Blick über Arles zeugen von einer Neuorientierung was die Farbtöne, die Schauplätze und die Techniken seiner Malerei angeht. Anfangs in Paris, später in Südfrankreich, arbeitet Van Gogh vermehrt unter freiem Himmel. In dem ländlichen Ort Auvers-sur-Oise, wo er sich bis zu seinem Tod befindet, verarbeitet er vor allem alltägliche Motive wie Häuser oder das Erscheinungsbild der hiesigen Dorfbewohner.

Matisse und die Pariser Moderne

Henri Matisse gilt zusammen mit Picasso als wichtiger Wegbereiter der modernen Malerei, die über den sogenannten Fauvismus, der avantgardistischen Künstlerbewegung um die Jahrhundertwende, deutlich Abstand vom Impressionismus des 19. Jahrhunderts nimmt. Matisse, der 1869 im nordfranzösischen Le Cateau-Cambrésis geboren wird, zeichnet sich durch sein wechselhaftes Verständnis von Kunst aus, das innerhalb der verschiedenen Perioden methodisch Anklang findet. Seine Reisen nach Algerien, seine Bekanntschaft mit Picasso und die einflussreiche Nizza-Periode, die nach Ende des Ersten Weltkrieg einsetzt, bilden den Hintergrund vor dem der lichtdurchdrungene, landschaftsgewaltige, sowie farbbetonte Stil des französischen Künstlers erscheint.

Picasso und die Begründung des Kubismus

Der 1881 im spanischen Málaga geborene Bildhauer, Zeichner und Maler Pablo Picasso gilt als Schlüsselfigur der Kunst des 20. Jahrhunderts. Nicht zuletzt ist es sein unerschöpfliches Werk aus tausenden von Stücken, das den Geist der Moderne in einer Vielzahl künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten abbildet und das schließlich in die Ästhetik des Kubismus mündet, den er als geometrische Abstraktion von Form begreift. Picasso schuf mit der Guernica, einem Gemälde, das die baskische Kleinstadt Gernika nach einem verheerenden Bombenangriff im spanischen Bürgerkrieg portraitiert, die wohl bekannteste Szene des Ausmaßes menschlicher Gewalt. Nach seiner frühen Phase, die geprägt ist von den Künstlerkreisen von Barcelona, Madrid und Paris, in denen er sich bewegte, zog es Picasso während des zweiten Weltkrieges und danach in den Süden Frankreichs. Lokale Motive aus Nizza, Cannes und Vallauris sind daher nichts Ungewöhnliches und werden zum zentralen Spannungsbogen seines künstlerischen Projektes.

Ein Gastbeitrag von www.ferienhaus-an-der-ardeche.de.

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